Ein Ende gefunden

Pinnwand mit Material und Motivation. Zum Ende des NaNoWriMo ist der Roman-Entwurf fertig. 

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***Schwäbisch-kriminelle Adventslesung***

Die Erwartungen ans "Fescht" sind jedes Jahr groß und werden oft genug enttäuscht. In harmlosen Fällen endet das in Türenknallen, Tränen, Streit.

Aber schlimmer geht immer und im schlimmschten Fall ... 

 

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Ein neuer Anfang

 

"Deine und meine und andere Geschichten - ein Roman"

Im Rahmen des NaNoWriMo 2017 möchte ich, wie schon angekündigt, im November wieder einen Romanentwurf schreiben.

 

Aus dem Text vom ersten Schreibtag:

Schaum rann schräg die Windschutzscheibe herunter, der Fahrer vor ihr, der mit dem Brötchen, war schon nicht mehr zu sehen, sein Mazda verschwunden zwischen den Bürsten, die wie Schatten von großen Tieren ja auch auf sie warteten. 

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Skizzen

Gestern wieder „Schreiben-on-Tour“. Schreibend unterwegs, in irgendeinen Bus steigen, irgendwohin fahren, aufschreiben, was auffällt.

Ich habe den Ausflug diesmal dazu benutzt, die Protagonistin meines nächsten Romans kennen zu lernen, habe versucht, Menschen und Orte durch ihre Brille zu sehen und zu bewerten. Hier also einige Beobachtungen von Franziska Derossi, der Hauptfigur in meinem NaNoWriMo-Projekt, das in weniger als zwei Wochen startet:

 

-       Eine spricht leise in ihr Phone, hört zu und wiegt den Kopf, während sie lachend etwas wegwischt.

-       Den Trenchcoat-Gürtel hat er eng geschnallt, die Enden seines Schals akkurat übereinander gelegt. Bartschatten verdunkelt sein glatt rasiertes Gesicht. Die Augenbrauen permanent angehoben – schon graben sich Dauerfalten in die noch junge Stirn.

-       Ihre Bluse besteht aus Patches, mal schräg, mal grade, quer oder längs, blau- oder rot-und-weiß gestreift. Darunter trägt sie Jeans in Größe 56 (mindestens). Sie stöhnt und setzt den Rucksack neben dem Rollenkoffer ab. Na, gute Reise!

-       Mit Zottelmähne steigt er in den Bus, mit angegrautem, angegilbtem Vollbart und drei Kubikmetern von altem, kaltem Dunst um sich herum. Ankertattoo am Unterarm – Seebär, gestrandet.

-       Von der Plakatwand lächelt der Sänger, mit dem Franziska mal studiert hat, einladend auf sie herunter. Aus ihm ist was geworden. Zu dem Konzert geht sie bestimmt nicht.

-       Schuljungenstimme hinten im Bus tut quäkend wichtig, hört nach der nächsten Haltestelle auf. Draußen verschwindet ein blonder Haarschopf um die Ecke – sieht aus wie ein so netter Junge.

-       Misteln schmarotzen draußen auf den inzwischen kahlen Zweigen, jetzt wieder sichtbar.

-       Fades Gesicht, unreine Haut, aber den Ausschnitt ihres Shirts hat sie bis über beide Schultern nach unten geschoben. Hat sie sonst nichts zu bieten? Ihr Blick sucht.

-       Ein Anbau mit Säulen am Reihenhäuschen – Besitzer’s castle“.

-       Hängt einer die zwei Handtücher im Vorgarten vom Wäscheständer ab und lässt sich Zeit und dreht sie um und lässt sich dabei Zeit und hängt sie wieder auf. Sein kleines Lächeln wird breiter, als er jemandem weiterhelfen kann – da lang, sagt er.

-       Stadtfein gemacht mit Ohrringen, die nach Bijoux Brigitte glitzern, Schnallen an ihren Lackschuhen, schwarz glänzende Dauerwelle überm faltigen Gesicht, fährt sie im Bus - vielleicht zum allwöchentlichen Besuch bei ihrem Sohn oder der Tochter, oder zum allmonatlichen, vielleicht auch nur alljährlichen Treffen mit ihnen oder … Fährt sie etwa zum Tanztee? Die Haare sind doch ganz bestimmt gefärbt!

-       Und Franziska fährt jetzt nach Hause, wo sie sich wieder vergraben kann und ihre Ruhe hat vor all der lästigen Nähe und den Gedanken. 

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Mordsstimmung?

 

Heute waren Anthologie und Vertrag im Briefkasten.

 

Weihnachtsselig fühlt sich Dr. Peter Arndt in meiner Geschichte "Hausbesuche" nicht. Weinselig schon eher, oder unselig. 

 

Aus dem Text:

 

Wieder Stau. Und Nebel im Flusstal. Oder immer noch? Der ganze Tag verschwamm im Nebel, nur ein Bild darin klar und deutlich: eine offene Tür, dahinter die Rezeption – vom Eingang aus war sicher nichts zu sehen, es musste wirken, als wäre niemand da.

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Septemberlesen

September, die erste:

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Aufgestiegen

Foto: Heike Jung
Foto: Heike Jung

... bin ich vorgestern im Garten des Heimatmuseums. 

Ich musste ja über die Leiter klettern, um auf der kleinen Säule thronen zu können.

Nein, eine Karriereleiter war es nicht, und ich fühlte mich auch nicht als Säulenheilige. Da oben las ich unter dem Motto "Grenzenlos geistarm gestaltete Glossen" mein "ABeZett" ;-)) 

Joachim Leippold, Saxophon, und Tobias Festl, Kontrabass, haben mich wieder musikalisch unterstützt. Auch vorher in der Kapelle haben sie schon zu meiner Geschichte "Die Fremde im Haus" improvisiert.

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Das Wetter am Sonntag ...

 

 

... soll ja mitspielen, sagt wetter.de - es soll trocken und eben noch unter 30° bleiben.

Die Veranstaltung "Grenzen-Los" kann also stattfinden, mehr dazu unter Termine.

 

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Mein kleiner Beitrag ...

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Ortstermin

Zu abgelegen, zu dörflich, zu eng ist es Dr. Peter Arndt in Bieringen, wo er nach der Trennung von seiner Frau mit der Mutter im Elternhaus wohnt. Wie weit geht er, um der Provinz zu entkommen?

 

Ende des Jahres wird die zweite Schwabenkrimi-Anthologie (Info zur ersten hier) im Wellhöfer Verlag erscheinen, rechtzeitig vor Weihnachten und wieder mit Rezepten. Darin meine Geschichte "Hausbesuche".

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Achtung! Änderungen

Fotoshooting vor dem Nepomuk, Fotografin: Lola
Fotoshooting vor dem Nepomuk, Fotografin: Lola

 

 

Während der nächsten sechs Monate treffen wir uns zum SiC (Schreiben im Café) im Café Nepomuk, Reutlingen, und eine halbe Stunde später als sonst: immer von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Wir werden also unser Jubiläum - nach bereits sieben ganz unverflixten Jahren - am 30.3.17 dort be-schreiben.

Ich freue mich auf alte und vielleicht neue Gesichter und viele neue Ideen in unserem Ausweichquartier.

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Albert, II

Meine "Gedankenbewahrerin" vom letzten März schrieb die Sentenzen ihres Mannes Albert auf. Er dozierte auch über Bäume:

 

„Setz dich!“, befahl Albert und: „Schreib!“ Oh … Sie kramte das blaue Heft heraus, schlug es auf, zückte den Stift und sah ihren Mann an.

„Baum!“, verkündete Albert. „Wann ist ein Baum ein Baum? Im Winter sehen wir den Stamm, die Äste, Zweige. Im Sommer sehen wir das Laub, wir sehen sein Gerippe, sein Skelett, seine Struktur nicht mehr. Schreib schneller!“, herrschte er sie an, als sie nicht mitkam. „Das ist hier keine Schönschreibübung, du sollst notieren, was ich sage, bevor ich alles wieder vergesse!“ Seine Ermahnungen zwischendurch brauchte sie immer, um mit seinem Tempo Schritt zu halten. „Wann also“, sinnierte Albert weiter, „erfassen wir das Wesen eines Baumes? Können wir ihn je als ein Ganzes wahrnehmen und begreifen?“ Er sah triumphierend in die Runde, die Gespräche an seinem und dem Nachbartisch waren verstummt, alles blickte auf ihn. Margarethe stand über das Heft gebeugt, das sie zwischen Alberts Kuchenteller und Herrn Blaschewskis Tasse gequetscht hatte. Albert wedelte mit der Hand, das hieß, sie war entlassen. Den Rückweg zu ihrem Kaffeegedeck – Kirschsahne diesmal, das eine Highlight dieser Ausflüge – nahm sie außen herum. Frau Rambach sagte leise etwas, Margarethe verstand nur „Imponiergehabe“. Frau Leisel daneben sagte lauter: „Aber es ist doch so interessant, was er immer für Gedanken hat!“ Margarethe setzte sich wieder. Sahnetorte und Alberts Gedanken, ein guter Tag. 

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