Schönheit

"Schönheit" war das Thema der Ausschreibung des Schwäbischen Literaturpreises 2018. Meine Kurzgeschichte "Lächeln für Mark"  wurde in die Anthologie aufgenommen. Darin wird Sulola, eine nigerianische Frau, von Mark über die Grenzen geschmuggelt und nach Friedrichshafen gebracht. "Pretty woman, alone", sagte er in seinem rudimentären Englisch zu ihr, als er sie traf. Sie bekommt falsche Papiere und er heiratet sie. Aus dem Text:

Später stieg er mit ihr auf den Stahlturm am Hafen und zeigte ihr die Umgebung. Von hier oben konnte sie weit über den See schauen. Weiße Schiffe fuhren darauf herum. Himmel, Berge, Wasser – eine freundliche Welt. Als sie wieder hinunterstiegen, fragte sie nach den Vorhängeschlössern am Gitter. So eines werde er da auch anbringen, sagte Mark, eines mit T für Tanja und M für Mark. Das bedeute „Love“, erklärte Mark. Sie sprach das deutsche Wort aus: Liebe.

Ein neuer Anfang.

 

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Mordsstimmung?

 

Heute waren Anthologie und Vertrag im Briefkasten.

 

Weihnachtsselig fühlt sich Dr. Peter Arndt in meiner Geschichte "Hausbesuche" nicht. Weinselig schon eher, oder unselig. 

Aus dem Text:

Wieder Stau. Und Nebel im Flusstal. Oder immer noch? Der ganze Tag verschwamm im Nebel, nur ein Bild darin klar und deutlich: eine offene Tür, dahinter die Rezeption – vom Eingang aus war sicher nichts zu sehen, es musste wirken, als wäre niemand da.

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Ortstermin

Zu abgelegen, zu dörflich, zu eng ist es Dr. Peter Arndt in Bieringen, wo er nach der Trennung von seiner Frau mit der Mutter im Elternhaus wohnt. Wie weit geht er, um der Provinz zu entkommen?

 

Ende des Jahres wird die zweite Schwabenkrimi-Anthologie (Info zur ersten hier) im Wellhöfer Verlag erscheinen, rechtzeitig vor Weihnachten und wieder mit Rezepten. Darin meine Geschichte "Hausbesuche".

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Himmlisch - noch eine Geschichte

Sie hätte es wissen müssen, damals schon.

Glutrot der Himmel an ihrem ersten Abend. Das Zeichen hat sie nicht beachtet. Hat es vielmehr als gutes Omen ausgelegt, den Sonnenuntergang angeschmachtet. Rot wie die Liebe, sagte er. Sie wollte ihm gern glauben. Irrtum, stellte sich später raus. ...

Sie glaubte aber selber dran, zumindest anfangs. Es war so einfach, als sie am Abend mit ihm Richtung Westen fuhr, zu seinem Haus. Als müsse es so sein. Der Himmel rot, er bremste, fuhr an den Rand, dann saßen sie in seinem Auto, lange, und schauten. So einen Mann hatte sie noch nie getroffen, einen, der für den Sonnenuntergang anhielt. Romantisch rot bestätigte der Himmel, dass es Schicksal war. 

 

Dies ist ein Auszug aus meiner Geschichte "Der letzte Irrtum" in der Anthologie "Himmel.Hölle.Heimatkunde" vom Hessischen Autorenpreis, eben erschienen im Wortwechsel Verlag

 

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Alles in mehr oder weniger Butter

 

 

... wenn an einem sonnigen Oktobermorgen die schon erwartete Büchersendung aus dem Briefkasten guckt.

 

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