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Ein Ende gefunden

Pinnwand mit Material und Motivation. Zum Ende des NaNoWriMo ist der Roman-Entwurf fertig. 

Nach einer Premiere sagte uns, dem Schauspielensemble, einmal ein Theaterregisseur: "Der Aufstieg ist geschafft, jetzt kommen die Mühen der Ebene." Für eine Schauspielerin heißt das, nach den Proben muss sie das Erarbeitete in jeder Vorstellung wieder reproduzieren. Für eine Autorin heißt es: Wenn der Entwurf steht, ist die Überarbeitung dran. 

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***Schwäbisch-kriminelle Adventslesung***

Die Erwartungen ans "Fescht" sind jedes Jahr groß und werden oft genug enttäuscht. In harmlosen Fällen endet das in Türenknallen, Tränen, Streit.

Aber schlimmer geht immer und im schlimmschten Fall ... 

 

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Am Mittwoch, 6.12.2017 um 19.00 Uhr lesen 

Heidemarie Köhler, Uschi Kurz, Jutta Schönberg, 

Ulrike Wanner und Michael Wanner 

 

im Wigwam, Hans-Reyhing-Straße 67, 72762 Reutlingen

Auszüge aus ihren Kurzkrimis in der Anthologie

"Schwäbisch-kriminelle Weihnacht", erschienen im Wellhöfer Verlag.

 Für Plätzchen und Glühwein wird gesorgt.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über Spenden.

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Ein neuer Anfang

 

"Deine und meine und andere Geschichten - ein Roman"

Im Rahmen des NaNoWriMo 2017 möchte ich, wie schon angekündigt, im November wieder einen Romanentwurf schreiben.

 

Aus dem Text vom ersten Schreibtag:

Schaum rann schräg die Windschutzscheibe herunter, der Fahrer vor ihr, der mit dem Brötchen, war schon nicht mehr zu sehen, sein Mazda verschwunden zwischen den Bürsten, die wie Schatten von großen Tieren ja auch auf sie warteten. 

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Begegnung

Neulich im Stadtteilbüro traf ich Helene Holzherr, als sie gerade einige ihrer Bilder aufhängte, die zurzeit dort ausgestellt werden. Noch bevor wir einander vorgestellt wurden und uns begrüßten, sagte ich spontan: "Das erinnert mich an meine Rostfotos." "Das ist mit Rost gemalt", sagte Helene Holzherr. Ich staunte, als sie mir erzählte, dass sie diese Bilder tatsächlich mit Rost, Bitumen und Acryl gemalt habe. 

Später durfte ich die Bilder fotografieren, und noch ein weiteres Bild von ihr - eines, das sie zwar nicht mit Rost gemalt hat, zu dem sie aber vom Foto einer alten rostigen Maschine inspiriert wurde:

Vielen Dank, Frau Holzherr, dass ich Ihre Bilder hier teilen darf!

 

Man kann die Bilder anschauen im Reutlinger

Stadtteilbüro Storlach/Voller Brunnen/Römerschanze, Schweidnitzer Straße 12 (Telefon 07121 339790),

Öffnungszeiten:

Dienstag      10.00 - 12.00 Uhr

Donnerstag  16.00 - 18.00 Uhr

 

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Skizzen

Gestern wieder „Schreiben-on-Tour“. Schreibend unterwegs, in irgendeinen Bus steigen, irgendwohin fahren, aufschreiben, was auffällt.

Ich habe den Ausflug diesmal dazu benutzt, die Protagonistin meines nächsten Romans kennen zu lernen, habe versucht, Menschen und Orte durch ihre Brille zu sehen und zu bewerten. Hier also einige Beobachtungen von Franziska Derossi, der Hauptfigur in meinem NaNoWriMo-Projekt, das in weniger als zwei Wochen startet:

 

-       Eine spricht leise in ihr Phone, hört zu und wiegt den Kopf, während sie lachend etwas wegwischt.

-       Den Trenchcoat-Gürtel hat er eng geschnallt, die Enden seines Schals akkurat übereinander gelegt. Bartschatten verdunkelt sein glatt rasiertes Gesicht. Die Augenbrauen permanent angehoben – schon graben sich Dauerfalten in die noch junge Stirn.

-       Ihre Bluse besteht aus Patches, mal schräg, mal grade, quer oder längs, blau- oder rot-und-weiß gestreift. Darunter trägt sie Jeans in Größe 56 (mindestens). Sie stöhnt und setzt den Rucksack neben dem Rollenkoffer ab. Na, gute Reise!

-       Mit Zottelmähne steigt er in den Bus, mit angegrautem, angegilbtem Vollbart und drei Kubikmetern von altem, kaltem Dunst um sich herum. Ankertattoo am Unterarm – Seebär, gestrandet.

-       Von der Plakatwand lächelt der Sänger, mit dem Franziska mal studiert hat, einladend auf sie herunter. Aus ihm ist was geworden. Zu dem Konzert geht sie bestimmt nicht.

-       Schuljungenstimme hinten im Bus tut quäkend wichtig, hört nach der nächsten Haltestelle auf. Draußen verschwindet ein blonder Haarschopf um die Ecke – sieht aus wie ein so netter Junge.

-       Misteln schmarotzen draußen auf den inzwischen kahlen Zweigen, jetzt wieder sichtbar.

-       Fades Gesicht, unreine Haut, aber den Ausschnitt ihres Shirts hat sie bis über beide Schultern nach unten geschoben. Hat sie sonst nichts zu bieten? Ihr Blick sucht.

-       Ein Anbau mit Säulen am Reihenhäuschen – Besitzer’s castle“.

-       Hängt einer die zwei Handtücher im Vorgarten vom Wäscheständer ab und lässt sich Zeit und dreht sie um und lässt sich dabei Zeit und hängt sie wieder auf. Sein kleines Lächeln wird breiter, als er jemandem weiterhelfen kann – da lang, sagt er.

-       Stadtfein gemacht mit Ohrringen, die nach Bijoux Brigitte glitzern, Schnallen an ihren Lackschuhen, schwarz glänzende Dauerwelle überm faltigen Gesicht, fährt sie im Bus - vielleicht zum allwöchentlichen Besuch bei ihrem Sohn oder der Tochter, oder zum allmonatlichen, vielleicht auch nur alljährlichen Treffen mit ihnen oder … Fährt sie etwa zum Tanztee? Die Haare sind doch ganz bestimmt gefärbt!

-       Und Franziska fährt jetzt nach Hause, wo sie sich wieder vergraben kann und ihre Ruhe hat vor all der lästigen Nähe und den Gedanken. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war spannend, durch die fremde Brille zu schauen, und ich bin gespannt auf meinen Schreib-November mit Franziska. Mal sehen, was hinter ihrem unbarmherzigen Blick steckt.

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