Artikel mit dem Tag "Text-Schnipsel"



Kurzprosa · 20. Februar 2019
Einer von den Zwillingen ist nett, der andere, der sollte lieber nicht dabei sein. Aber neulich ist nur der Nette da gewesen und der kommt vielleicht heute auch allein? Sie muss lachen, wenn sie daran denkt, dass sie vor ein paar Wochen noch für Winnetou geschwärmt hat. Ihre große Liebe, dachte sie, aber der ist ja nur eine Buchfigur, den gibt es gar nicht und dieser Pierre Brice in den Filmen, nein, der ist nicht ihr Indianerhäuptling, nie gewesen. Aber der Buch-Winnetou, der schon … und...
Lesung · 06. Februar 2019
Die Objekte von Barbara Wünsche-Kehle, die sie bei Osiander ausstellt, werfen bei mir Fragen auf: Zwillinge eineiig ungleich / negativ positiv / wo ist das zweite Ei?

Lesung · 22. Januar 2019
Das Gewölbe bei Osiander Reutlingen bildet den perfekten Rahmen für die Objekte von Barbara Wünsche-Kehle, die sie dort noch bis zum 23. Februar ausstellt.

Bild · 23. Dezember 2018
Verfärbungen an einer alten dänischen Mauer und ein Spruch, den ich Gertrude Stein nachempfunden habe, sind dieses Jahr mein elektronischer Weihnachtsgruß. Merry Christmas and a Happy New Year!

Schreiben im Café · 23. Dezember 2018
Nicht viel Federlesens? Doch! Zum Schreiben im Café brachte ich im Dezember Papierfedern aus alten Buchseiten mit, die wir als Schreibimpuls benutzten. Mein Text: Da steht zum Beispiel: „Sind viele Fremde dort?“ „Bis jetzt sind glücklicherweise“ – weiter kann ich nicht lesen, mehr will ich gar nicht wissen. Fremde als Stichwort, Fremde als Reizwort: Fremde, die aus einer unbekannten, weit entfernten Fremde kommen, hm, naja, da will man erstmal freundlich sein, man ist ja kein …...

veröffentlicht · 30. November 2018
"Schönheit" war das Thema der Ausschreibung des Schwäbischen Literaturpreises 2018. Meine Kurzgeschichte "Lächeln für Mark" wurde in die Anthologie aufgenommen. Darin wird Sulola, eine nigerianische Frau, von Mark über die Grenzen geschmuggelt und nach Friedrichshafen gebracht. "Pretty woman, alone", sagte er in seinem rudimentären Englisch zu ihr, als er sie traf. Sie bekommt falsche Papiere und er heiratet sie. Aus dem Text: Später stieg er mit ihr auf den Stahlturm am Hafen und zeigte...

Roman · 24. November 2018
Eine der Protagonistinnen in meinem nun fast abgeschlossenen Romanprojekt* fotografiert, was sie auf der Straße findet. Aus dem Text: Kronkorken, schon ein wenig angerostet. Plastikdeckel von Einwegbechern, die durchsichtigen Hülsen von Strohhalmverpackungen, Papiertüten, plattgetreten oder zerknüllt, manche schon aufgeweicht, in Auflösung begriffen, als würden sie in den Asphalt einsickern, ja, man konnte sich vorstellen, dass sich um die Erde eine Kruste aus Müll bilden würde, eine...

Roman · 14. November 2018
Impulse findet man an den absurdesten Stellen. Das ist auch nötig, mitten im November, mitten auf der Strecke zum Ziel: ein Romanentwurf von mindestens 50.000 Wörtern in den 30 Novembertagen. NaNoWriMo eben, mal wieder. Ich schicke dieses Jahr eine Schauspielerin ins Rennen, die bis vor kurzer Zeit in Theater, Film und Fernsehen gespielt hat, jetzt im Rollstuhl sitzt und es nicht aushält, nur noch zu konsumieren. Sie entschließt sich, eine Geschichte zu schreiben, einfach um etwas zu tun....

Orte, unterwegs · 31. Oktober 2018
Schreiben-on-Tour. Ich habe versucht, durch die Brille einer Figur zu beobachten, über die ich demnächst schreiben möchte - eine ehemalige Schauspielerin: Wie die das schaffen, und es scheint ihnen gar nichts auszumachen. Wachsen da so am Straßenrand. Gedeihen, oder? Scheint so. Aber ob sie nicht lieber im Wald, in einem Park, im Garten stehen würden? Sie haben keine Wahl und müssen nehmen, was sie kriegen. Den asphaltierten Boden - ja, können ihre Wurzeln denn darunter atmen? Müssen...

Schreiben im Café · 01. September 2018
Von den vielen dänischen Steinen schleppte ich einige mit nach Hause.

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