Treffen zum Schreiben in der Ausstellung Nachlese, einige Textschnipsel: Diese Mäntel wärmen nicht, sie lasten schwer auf den Schultern ihrer Träger, wie die ihnen zugedachten Aufgaben. - Dann aber verschwamm ihnen die Zeit, sie konnten die Tage nicht mehr identifizieren. Lydia Eibach Ich erinnere mich nicht daran, ihn jemals erschaffen zu haben. Ich bin Gaia, die Erdenmutter. Ich frage mich ernsthaft, wer er ist. – Meine Hadeskappe verbirgt mich vor der Welt. – Meine Seelen schauen mir...
Tagebücher können vieles. Und so gibt es unerschöpfliches Material zum Tagebuchschreiben und -kritzeln, zum Denken, Träumen, zum Entwickeln neuer Ideen, zum Festhalten im Tagebuch, und auch beim Loslassen kann es helfen. Manche Tagebücher sind ganz privat, andere möchten etwas mit-teilen. In unserem Workshop werden Undine Zimmer und ich einige Arten vorstellen, wie ihr im Tagebuch ernsthaft oder spielerisch, gezielt oder experimentierfreudig immer wieder neue Erfahrungen machen könnt.
Buchvorstellung? Lesung? Minischreibworkshop? Etwas von all dem bietet Eleonore Wittke an diesem Abend in Esslingen, Kutschersaal Stadtbücherei, Webergasse 4-6, am 13.10.22 von 18-20 Uhr. So wie neulich schon erprobt in der Stadtbibliothek Reutlingen, siehe links. Und doch anders. Weil immer wieder etwas anderes herauskommt, wenn spontan Texte entstehen. Wir lassen uns überraschen - nicht zuletzt die Autorin und Schreibwerkstättenleiterin selbst.
Viele Wörter führen zu langen Texten. Kurze Prosa braucht nicht viele Worte, ist schnell gelesen - und wie sie manchmal auch schnell geschrieben werden kann, beschreibt Eleonore Wittke in ihrem Buch "Gut und kurz: So will ich schreiben". Am Donnerstag, den 8.9.22 um 19.30 Uhr, stellt sie das Buch in der Stadtbibliothek Reutlingen vor, bei schönem Wetter auf der Dachterrasse, sonst im Großen Studio.
Während der nächsten sechs Monate treffen wir uns zum SiC (Schreiben im Café) im Café Nepomuk, Reutlingen, und eine halbe Stunde später als sonst: immer von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Wir werden also unser Jubiläum - nach bereits sieben ganz unverflixten Jahren - am 30.3.17 dort be-schreiben. Ich freue mich auf alte und vielleicht neue Gesichter und viele neue Ideen in unserem Ausweichquartier.
Beim Schreiben-on-Tour gestern fiel mir die "Gedankenbewahrerin" ein, eine Frau, die immer die mehr oder weniger tiefsinnigen Sentenzen ihres Mannes aufschreibt. Aus meinem Text: So führte sie nun seit vielen Jahren sein Tagebuch, stellte sie sein philosophisches Wörterbuch zusammen. „Rost!“, sagte Albert. „Rost ist der Aggregatzustand des Alters. Nicht mehr so fest wie früher, sondern brüchig, bröckelig. Er löst sich auf, er rieselt. Wird verschwinden. Aber vorher“, sagte Albert...